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Nagelstudio Janine Kasperlik - 1100 Wien.
Das Verkaufslokal des 1A Woll- und Modellstudio Maria Kasperlik - 1100 Wien, Nähe Reumannplatz. Das Fachgeschäft für exklusive Strickmodelle

28. September 2015

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Spezielle Termine für Berufstätige und Mütter mit Kleinkindern oder Säuglingen





Protokoll der Änderungen

28. September 2015: Übernahme der Homepage "1A Woll- und Modellstudio" durch "1A Nagelstudio Janine"




Inhaltsverzeichnis Wissenswertes zum Thema Nageldesign, ...

  1. Anatomie des Nagels
  2. Nagelmodellage




Anatomie des Nagels

Als Nagel (lateinisch Unguis) wird bei Primaten eine gewölbte, durchscheinende Keratinplatte auf der Oberseite der Finger- oder Zehenspitze bezeichnet, die einerseits dem Schutz der Fingerkuppen, andererseits der Unterstützung der Greiffunktion dient.

Die Entsprechungen zum Nagel in der Tierwelt werden als Klauen, Hufe oder Krallen bezeichnet. Das Adjektiv periungual bedeutet in der Umgebung eines Finger- oder Zehennagels beziehungsweise um den Nagel herum, und subungual bedeutet unter dem Nagel, also im Bereich des Nagelbettes oder darunter.

Beschreibung und Funktion


Anatomische Darstellung des Nagels
Anatomische Darstellung des Nagels, Längsschnitt



Die Nägel (auch als Nagelplatten bezeichnet) sind Abkömmlinge der Epidermis, die nur bei Primaten in der hier dargestellten Form vorkommen. Sie bilden sich an der Nagelwurzel aus Hornplatten. Die Nagelwurzel liegt am Grunde der Nageltasche. Das Epithel, das in der Nageltasche dorsal der Nagelplatte aufliegt, wird als Eponychium bezeichnet; das, welchem der Nagel von dorsal her aufliegt, als Hyponychium. Unter dem Hyponychium liegt das Nagelbett (bindegewebig), das fest mit dem Periost der Endphalanx verwachsen ist. Im Bereich der Nagelwurzel wird das Hyponychium zur Matrix, es bildet die Substanz der Nagelplatte – der entsprechende Bereich ist auch als Nagelmond (Lunula) erkennbar. Seitlich werden die Nägel von einer Hautfalte, dem sogenannten „Nagelwall“ umgeben. Als Perionychium oder Perionyx (deutsch Nagelhaut) bezeichnet man den am Nagelwall dorsal der Nagelplatte direkt aufliegenden, sichtbaren Hautanteil.

Mechanisch betrachtet stellen die Nägel ein Widerlager für die sensiblen Fingerbeeren (beim Tier „Tastballen“) dar. Sie liegen dem Nagelbett (Matrix bzw. Matrixepithel) auf und sind mit diesem ausreichend fest verbunden, um als wirksames Kratz-, Ritz- und Zupfwerkzeug eingesetzt werden zu können. Wie wichtig der Nagel für diese Funktionen ist, wird auch an der dichten sensiblen Innervierung im hauptsächlich vorderen Bereich (3–4 mm) der Epidermis erkennbar. Wo die Fingerkuppenhaut unter den Nagel reicht, wird der fast immobilen Nagelplatte ihre taktile Information entlockt durch einen Sinneszellensaum, der verständlicherweise empfindlicher reagiert als der Rest des Fingers. Gerade durch die Berührung eines Gegenstandes mit dem Nagel können Oberflächenbeschaffenheit und Härte bestimmt werden, was sonst so nicht möglich wäre. Der Bereich des Hyponychiums ist fast taub, jedoch ist hier eine Berührung ohne vorhandenen Nagel schmerzhaft.

Sind die Fingernägel stark nach oben gewölbt und dabei insgesamt eher rund als länglich, so spricht man von „Uhrenglasfingernägeln“.

Nagelbildung und -wachstum

Nägel bestehen aus 100 bis 150 unregelmäßig übereinander geschichteten Lagen von Hornzellen und sind normalerweise zwischen 0,05 (Nagel eines Babys) und 0,75 mm stark. Die Nagelbildung (Onychisation) ist eine Verhornung tief hinter dem Nagelfalz ohne Bildung der Zwischenstufe Keratohyalin. Die verschiedenen Nägel wachsen unterschiedlich schnell, etwa 0,5–1,2 mm pro Woche. Bei den menschlichen Nägeln wächst der des Mittelfingers am schnellsten. Eine Verzögerung des Nagelwachstums tritt im Alter, bei Traumata und bestimmten krankhaften Prozessen auf.

Nagelfalz

Der Nagelfalz (Syn. Nagelwall) ist der Abschnitt der Haut, der die Finger- und Zehennägel an der Seite und an der Wurzel umfasst. Diese Hauterhebung bedeckt den nicht sichtbaren Teil des Nagels und gibt diesem Halt. Der Nagelwall dient auch als Schutz vor schmerzhaften Einrissen.

Krankheiten und Schädigungen

Als Merkregel gilt: Betrifft eine Störung die Nagelmatrix, so wächst die Nagelläsion aus. Betrifft sie das Nagelbett, handelt es sich um eine ortsbeständige Läsion. Finger- und Zehennägel können von einer Reihe von Krankheiten geschädigt werden. Eines der mit am häufigsten und fast nur von Frauen geschilderten Probleme betrifft die zu weichen und brüchigen Nägel: Die Gründe für dieses Symptom sind, soweit bekannt, noch nicht wissenschaftlich erforscht. Jedoch ist anzunehmen, dass durch chemische Nagellackentferner die Brüchigkeit begünstigt bzw. hervorgerufen wird. Auch eine erbliche Veranlagung kann für die Brüchigkeit verantwortlich sein.

Brüchige und splitternde Nägel können Anzeichen für einen Mangel an Biotin (Vitamin H) sein. Biotin ist essentiell für die Bildung der Hornsubstanz Keratin und trägt somit wesentlich zum gesunden Wachstum von Haut, Haaren und Fingernägeln bei.

Durch Haut- oder Nagelverletzungen (unter anderem) kann es zu einem Befall durch Nagelpilz (Nagelmykose) kommen, wovon Farbe und Form der Nägel beeinträchtigt werden. Eine Behandlung etwa an den nur langsam wachsenden Fußnägeln ist langwierig. Viele systemische Erkrankungen hinterlassen auch Symptome an den Nägeln, so zum Beispiel die Psoriasis (Schuppenflechte). Sie hinterlässt als charakteristische Veränderungen Tüpfelnägel und Ölflecke und im Extremfall Krümelnägel als Zeichen einer vollständigen Nageldystrophie.

Längsrillen auf den Fingernägeln sind meist eine normale Alterungserscheinung, die spätestens ab 35 Jahren auftreten. Querrillen entstehen meist bei einer Verlangsamung des Wachstums während einer Krankheit (z. B. Infekt mit hohem Fieber).

Verletzungen am Nagelbett, zum Beispiel durch Einklemmen in einer Tür oder Ähnliches, bleiben meist ein Leben lang sichtbar. Schädigungen durch übermäßige Nutzung oder Belastung (beispielsweise durch Langstreckenläufe) wachsen, wenn genügend Zeit gegeben ist, wieder aus. Bei nicht genügend Zeit für eine Ausheilung wird die Nagelwurzel dauerhaft irreparabel geschädigt und der Nagel fällt ab.

Weiße Flecken auf Fingernägeln
Bei den weißen Flecken im Nagel handelt es sich um eine mangelnde Verschmelzung der Nagelplatten, die aufgrund der veränderten Lichtreflexion (ähnlich wie bei der Lunula) milchig-weiß erscheinen. Die unversehrte Nageloberfläche dagegen reflektiert durch ihre annähernd glatte Struktur das Licht gebündelter, wodurch die Nägel leicht spiegelnd wirken. Die mangelnde Verschmelzung hat viele verschiedene Ursachen, beispielsweise wird sie von einem Stoß oder aber auch von Krankheiten oder Medikamenten verursacht. Das weit verbreitete Gerücht, weiße Stellen oder Flecken auf Fingernägeln (Leukonychia punctata) seien Zeichen einer Eiweißmangelerscheinung oder durch einen Calcium- oder Magnesiummangel bedingt, ist falsch.

Niednagel am Daumen
Ein Niednagel (nach niederl. nijdnagel „Neidnagel“; nach dem Volksglauben, ein Niednagel entstünde, wenn man von einem neidischen Blick getroffen wird) ist ein abgelöster, aber noch festsitzender schmaler Hautstreifen an der Seite der Nägel. Dieser kann schmerzhaft einreißen und vereinzelt auch Entzündungen verursachen. Um dies zu verhindern, sollte man den Niednagel möglichst nahe am Ansatz abschneiden.

Nagelkauen
Ein beim Menschen häufiger Ausdruck von Nervosität ist das Abkauen der überstehenden Teile der Fingernägel und der Nagelhaut (Eponychium).

Fingernagelprobe

In der Rettungsmedizin ist die Fingernagelprobe eine Methode zur orientierenden Feststellung der peripheren Durchblutungssituation, welche einen groben Rückschluss auf die Kreislaufsituation zulässt, insbesondere bei wenig Zeit für die Untersuchung eines jeden Verletzten, etwa bei Katastrophen und Unfällen. Dabei wird der Nagel kurz ins Nagelbett gedrückt, sodass sich dieses weiß färbt. Ist die Zeit bis zur Wiedereinfärbung länger als eine Sekunde, liegt eine Mangeldurchblutung vor. Jedoch können vorausgegangene Nagelverletzungen dieses Ergebnis verfälschen.

Als Fingernagelprobe werden auch Materialprüfungen bezeichnet. Entweder wird der Nagel in das Material eingedrückt und dann auf Verformungen oder Ähnliches geachtet oder der Prüfer fährt mit dem Nagel über die Oberfläche, um anhand eines Vergleichnormals die Rautiefe zu bestimmen.

Die Fingernagelprobe ist nicht zu verwechseln mit der sprichwörtlichen Nagelprobe.

Pflege

Die Pflege der Finger- und Fußnägel bezeichnet man als Maniküre bzw. Pediküre. Regelmäßiges Säubern, Schneiden und Feilen der Fingernägel mit geeigneten Werkzeugen beugt Erkrankungen vor. Jedoch sollte man beim Feilen der Nägel darauf achten, dass man immer in eine Richtung feilt, um ein Ausfransen des Nagels zu verhindern. Im Handel sind verschiedene Nagelpflegemittel erhältlich.

Gesellschaft und Kultur

Durch lange Fingernägel zeigte in China zur Zeit der Qing-Dynastie der Träger, dass er keiner körperlichen Arbeit nachgehen musste. Dies ist auch heute noch in manchen Ländern Asiens und Afrikas (Ägypten) üblich, wobei meistens nur der Nagel des kleinen Fingers ungeschnitten gelassen wird.

Im Deutschen steht die Redewendung „Auf den Nägeln brennen“ dafür, dass etwas für jemanden sehr dringlich ist. Sie stammt möglicherweise daher, dass die Mönche beim nächtlichen Beten bzw. Lesen eine kleine Kerze auf einem Daumennagel befestigten und gegen Ende der Lesung in Zeitnot gerieten, weil es auf den Nägeln brannte.

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Nagelmodellage

Nagelmodellage ist die künstliche Verlängerung und Verstärkung der menschlichen Finger- und Fußnägel mit Hilfe von Gel, Fiberglas/Seide oder Acryl.

Geschichte

Bereits während der Ming-Dynastie haben adelige Frauen in China lange Fingernägel als Statussymbol getragen, um zu verdeutlichen, dass sie keine manuellen Arbeiten auszuführen hatten. Im Griechenland des frühen 19. Jahrhunderts haben viele Damen der Oberschicht leere Pistazienschalen auf den Fingernägeln getragen, welches zur langsamen Verbreitung künstlich modifizierter Nägel in Europa beitrug. Der erste Einsatz von Acryl in der Nagelmodellage geht auf den Chemiker Fred Slack zurück, der aufgrund seiner Arbeit als Entwickler zahnmedizinischer Produkte einen verletzten Fingernagel mit zahnmedizinischem Kunststoff versorgte und wegen des guten Ergebnisses diesen Gedanken weiterverfolgte.

Verfahren

Es wird zwischen der Verwendung von Nagelspitzen (Tips) und Modellage mit Schablone unterschieden. Zuerst werden der Kundin unabhängig von dem eingesetzten Verfahren die Hände und Nägel desinfiziert. Die Nägel werden entfettet, die Nagelhaut wie bei einer Maniküre zurückgeschoben und mit einem Buffer oder Schleifblock, Dehydrator (bestehend aus Isopropanol und Aceton) und zusätzlich oft, allerdings nicht zwingend, mit Haftprimer für die Modellage vorbereitet.

Verlängerung durch Tips
Bei der Verwendung von Nagelspitzen werden diese mit Nagelkleber angeklebt, auf die gewünschte Länge gekürzt und geformt. Um die Festigkeit zu erhöhen und eine glatte, lackierbare Oberfläche zu bekommen wird der eigene Nagel und die Nagelspitze mit Modellagekunststoff überzogen. Nach der Aushärtung wird die Oberfläche per Handfeile oder Fräser in Form gefeilt und geglättet und zum Abschluss entweder poliert oder häufiger eine UV-härtende Versiegelung aufgebracht. Vorteile dieser Methode sind, dass sie zunächst leichter zu erlernen ist und es für bestimmte Zwecke bereits vordesignte Tips gibt wie z. B. Frenchtips (weiße Spitzen) oder bemusterte Tips, die nur noch angepasst und gekürzt werden müssen. Bei der Modellage mit Schablone klebt die Nageldesignerin eine Schablone bündig unter den Naturnagel, um darauf die Verlängerung an den Nagel zu modellieren. Auf die Schablone wird das entsprechend gewählte Material aufgetragen. Die Schablone wird nach der Aushärtung abgezogen und der modellierte Nagel genau wie bei der Verwendung mit Tips mit einem Fräser oder per Handfeile geglättet und mit Gel oder durch polieren versiegelt. Die Vorteile dieser Methode sind die natürlichere Optik, das für die Kundin weniger vorhandene Fremdkörpergefühl, die, für die geübte Nageldesignerin zeitliche Ersparnis, flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten in der Form wie beispielsweise Stilettos, Edge-Nails, Pipes, Fringe-Nails oder alle New-Style-Formen sowie mögliche Kontaktallergien durch Nagelkleber zu vermeiden, der sich außerdem mit der Zeit lösen könnte. Die Verwendung einer unter den Nagel zu klebenden Schablone geht auf Thomas S. Slack zurück.

Naturnagelverstärkung
Bei der Naturnagelverstärkung wird nur der eigene, natürlich gewachsene Nagel mit einer Schicht Modellagekunststoff überzogen um ihn zu schützen.

Auffüllen/Refill
Nach zwei bis vier Wochen muss der herausgewachsene Teil des Nagels aufgrund der verschobenen Statik und des unschönen Rauswuchses aufgefüllt werden. Dazu wird für eine gleichbleibende Länge der verlängerte Nagel entsprechend gekürzt, der Übergang zum herausgewachsenen Naturnagel geglättet und mit dem entsprechenden Kunststoff neu überzogen und in Form gefeilt.

Refresh
Wird nach ein bis zwei Wochen nur die Oberfläche mattiert, eventuell das Design geändert und neu versiegelt wird dies als Refresh bezeichnet.

Verarbeitung und Materialien

Das Material, aus dem die künstlichen Nägel bestehen, ist chemisch in jedem Fall ein Acryl, das sich je nach Zusammensetzung durch die Verarbeitung, Empfindlichkeit gegenüber Lösungsmitteln und vor allem in der Aushärtung voneinander unterscheidet. Dennoch wird nur eine Art umgangssprachlich als "Acrylnagel" bezeichnet.

Acryl
Sogenannte Acrylnägel werden mithilfe eines Zweikomponentenacryls, einer Flüssigkeit (Liquid) und einem sehr feinen Acrylpulver, aufgebaut. Dieses System ist die älteste Methode. Es härtet nach dem Mischen der Komponenten selbständig aus, wobei es auch UV-härtende Acrylsysteme gibt. Das Material zeichnet sich durch seine große Härte aus, das es möglich macht, den gesamten Nagel sehr dünn und präzise zu verarbeiten und kann in der Regel bei allen "Arten" von Naturnägeln angewandt werden. Acrylnägel können mit einem Lösungsmittel (meistens Aceton) einfach und schnell entfernt werden. Werden die Nägel lackiert muss unbedingt acetonfreier Nagellackentferner verwendet werden, da ansonsten beim Ablacken die Nägel angelöst werden. Es gilt unter den Nageldesignern als Königsdisziplin, da es vergleichsweise zum Gelsystem schwerer zu erlernen ist, weil es aufgrund der eigenständigen Aushärtung schneller verarbeitet werden muss, um für die Modellage nicht bereits zu fest oder im Pinsel ausgehärtet zu sein. Es ist für besonders ausgefallene Designs wie 3-D-Blumen sehr gut geeignet und wird aus diesem Grund bei Meisterschaften häufig verwendet. Das Acryl-System wird auch Zweikomponenten-System oder Pulver-Flüssigkeitssystem genannt. Fälschlicherweise wird es oft zusätzlich als "Pulver-Gel" von unseriösen Nagelstudios zu einem anderen Preis angeboten. Es sollte jedoch trotz des missverständlichen Namens nicht mit dem nachfolgend beschriebenen Gel-System verwechselt werden. Das tatsächliche Pulvergelsystem wird in Deutschland nicht angewendet, da das Verfahren in der Handhabung sehr unpraktisch ist und keine besonderen Vorteile bietet. Hierfür würden in ganz dünnen Schichten nacheinander immer wieder flüssiger Kunststoff auf den Nagel aufgetragen und mit einem Pulver bestreut werden.

Gel
Als Gelnägel werden Nägel, die mit der Gel-Technik verarbeitet werden, bezeichnet. Das Gel besteht aus einem UV-reaktiven Acrylgel, welches unter UV-Licht aushärtet. Aufgrund der vergleichsweise einfachen Handhabe, ist es in Deutschland die weitverbreitetste Methode der Verstärkung und Verlängerung. Die Nageldesignerin besitzt dazu ein eigenes Härtungsgerät, in das der Kunde seine Hände mit den zuvor mit Gel modellierten Nägeln legt. Das Gel härtet darin in wenigen Minuten unter Wärmeentwicklung aus. Da es sich beim Gel um ein vergleichsweise "weiches" Material handelt ist es in der Regel eher für weiche Naturnägel geeignet. In das flüssige Gel können besonders gut bunte Gele und sonstige Verzierungen wie Kristallsteinchen, Trockenblumen und Einlegemotive eingearbeitet werden, da das Modelliergel bis zum Einlegen in das Härtungsgerät längere Zeit verarbeitbar bleibt. Die meisten Gele sind beständig gegenüber Lösungsmitteln und müssen zur Entfernung gefräst werden, es gibt aber auch Varianten (Soak-Off-Gele), die trotz der UV-Härtung wie Acryl entfernt werden können.

Fiberglas
Heute kaum noch üblich ist das Fiberglassystem, bei dem mittels eines Resinklebers Textilstreifen, meistens Glasfaser oder Seide, in mehreren Schichten aufgebracht und versiegelt werden. Diese Methode wird aber manchmal noch gebraucht, um eingerissene Naturnägel zu reparieren und ihnen die nötige Stabilität zu verleihen. Es gibt auch UV-Gele mit integrierten Glasfaserpartikeln, die sogenannten Fiberglasgele, die sehr oft als eigenständige Aufbaugele genutzt und gegenüber den normalen UV-Gelen eine höhere Stabilität und Haltbarkeit aufweisen.

Nail-Art

Die Verzierung des fertigen Nagels nennt man Nailart. Die schlichteste Variante ist der Frenchlook, bei dem die Nagelspitze aus natur- bis strahlend weißem, der Rest aus transparentem oder leicht milchigem Material gearbeitet wird. Ebenfalls oft verwendet wird farbiger Acryl-Überlack, der aufgrund seiner Härte mehrere Wochen glänzend bleibt und als "Permanent Nail Polish" bezeichnet wird. Jedoch gibt es für die Kreativität der Designerin und dem Kunden kaum Grenzen, die Nägel können beklebt, mit einem Airbrushmotiv versehen, mit Farben und Glitter verziert und in viele extravagante Formen gebracht werden. Eine Nageldesignerin kann einen Kunstnagel aber auch so aussehen lassen, als wäre er ein völlig natürlicher Nagel. Aus diesem Grund tragen auch zunehmend mehr Männer, die Fingernagelkauer sind, Kunstnägel, um so gepflegte Hände zu haben.

Entfernung

Nach dem Entfernen einer Modellage ist der Naturnagel darunter dünn und weich, weil das Keratin der Nagelplatte keinen Kontakt mit der Luft hatte, um auszuhärten, außerdem ist der Nagel vor der Modellage ja leicht angeraut worden, was ohnehin dünne Nägel schwächen kann. Auch nach Entfernung der Modellage ist der Nagel durch das Schleifen noch einige Monate lang besonders anfällig für Keimbesiedlung. Nach drei bis vier Monaten hat der Nagel seinen Zustand vor der Modellage wieder vollständig erreicht.

Gefahren

Bei einer hygienisch nicht einwandfreien Bearbeitung des Nagels ist es möglich, sich mit einem Nagelpilz oder einer anderen Nagelerkrankung zu infizieren. Auch ein zu starkes Feilen des Nagels bis in das Nagelbett erhöht das Risiko einer Infektion. Weiterhin können Allergien durch die Materialien (v. a. Hydrochinon) zur Nagelmodellage entstehen, die sich mit Hautausschlag oder Schwellung an Gesicht und Händen anzeigen (bis in die 1970er Jahre hinhein wurden diese primär durch Methylmethacrylat hervorgerufen, welches seitdem durch andere Methacrylate ersetzt wurde).

Ein für Nagelverlängerung geeignetes Material sollte eine gewisse Härte aufweisen, um einen lange anhaltenden optisch attraktiven Eindruck zu erzielen, dabei aber gleichzeitig bei gefährlicher Überlastung brechen, bevor der Naturnagel abgerissen wird. Da sich diese beiden Anforderungen widersprechen wird üblicherweise ein Kompromiss gewählt, bei dem durch Modellierung des Nagels in einer geeigneten Materialstärke dieser bei Überlastung an der Fingerkuppe bricht. Allerdings ist es nicht vermeidbar, dass bei ungünstigem Winkel im Extremfall der Nagel abgehebelt und dadurch die Nagelplatte geschädigt wird. Dies kann in der Folge dazu führen, dass das Wachstum des Nagels beeinträchtigt wird (welliges Nachwachsen, etc.). Deshalb sollten ungeübte Träger einer Nagelmodellage mit einer moderaten Verlängerung beginnen.

In eventuell unbemerkten leichten Abhebungen des Naturnagels können durch das feuchtwarme Milieu Keime besonders schnell wachsen. Insbesondere Menschen, die in Berufen arbeiten, in denen Händehygiene wichtig ist (z. B. Küchenpersonal, medizinisches Personal, Pflegende usw.) sollten von künstlichen Fingernägeln Abstand nehmen, da die Wahrscheinlichkeit von Keimbesiedlung durch die Verletzung des Nagels höher ist als mit Naturnägeln. Bei diesen Tätigkeiten ist üblicherweise das Lackieren und Tragen von künstlichen Nägeln durch die Hygienestandards des Arbeitgebers untersagt. So heißt es in der „Empfehlung zur Prävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet“[6] des Robert-Koch-Institutes: Die Mitglieder des OP-Teams müssen kurze und rund geschnittene Fingernägel haben und dürfen keine künstlichen Fingernägel tragen.

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Ich bin für Sie da zum Thema Nageldesign mit verschiedenen Materialien.